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Ortho-methylierte Tribenzotriquinacene

Gekrümmtes Tribenzotriquinacene

Ortho-methylierte Tribenzotriquinacene

Tribenzotriquinacene ebnen den Weg zur Herstellung gekrümmter Kohlenstoffnetzwerke.

Abbildung: Forscher berichten über die Synthese 'gekrümmter' Tribenzotriquinacene mit vollständig oder teilweise methylierten ortho-Positionen mittels einer doppelten Cyclo-Dehydrierung. Der verdrillte Kern der Struktur ermöglicht die Funktionalisierung von C-Netzwerken mit Krümmungsdefekten.

[Bildquelle: Chemical Communications, DOI 10.1039/C1CC14703J]


Kontaktfreie Durchflussmessung

Berührungslose Durchflussmessung

Kontaktfreie Durchflussmessung

Weltneuheit in der Strömungsmesstechnik für Lebensmittel und Chemikalien.

Abbildung: Der Versuchsaufbau zur berührungslosen Messung von Salzwasserströmung.

[Grafik: Frank Diehl]


Meerwein-Arylierungen mit Sonnenlicht

Chemische Photokatalyse mit sichtbarem Licht

Meerwein-Arylierungen mit Sonnenlicht

Durch die Kraft des Lichts: Forscher nutzen Sonnenlicht zur Herstellung aromatischer Verbindungen.

Abbildung: Chemische Photokatalyse mit sichtbarem Licht.

[Bildquelle: Johannes Beutler]


Nachhaltige Solarzellen aus farbigen Zinkverbindungen

Zink-Farbstoffsolarzellen im Test

Nachhaltige Solarzellen aus farbigen Zinkverbindungen

Chemiker beschreiben in der angesehenen Fachzeitschrift 'Chemical Communications' einen wegweisenden Ansatz zum Bau günstiger und nachhaltiger Farbstoff-Solarzellen auf der Basis von Zink - eines der häufigsten Elemente in der Erdkruste.

Abbildung: Zink-Farbstoffsolarzellen im Test unter einer künstlichen Sonne. Herkömmliche Farbstoff-Solarzellen verwenden bisher Farbstoffe auf der Basis von Ruthenium.

[Foto: Universität Basel/Edwin Constable]


Symmetrie von Bindungskräften auf atomarer Ebene

NaCl-Bindungssymmetrie

Symmetrie von Bindungskräften auf atomarer Ebene

Was Atome zusammenhält - Physiker enthüllen Symmetrie chemischer Bindungen.

Abbildung: Drei kubusförmige Salzkörner, von denen das linke auf einer Seitenfläche liegt, das mittlere auf einer Kante steht und das rechte auf der Spitze steht. Die würfelförmige Struktur von Kochsalz kommt von der Symmetrie der Bindungen, die Natrium und Chlor zusammenhalten.

[Foto: Universität Regensburg]


Gehende Moleküle

Molekularer Schreiter

Gehende Moleküle

Molekularer Zweibeiner schreitet selbständig eine Trasse entlang.

Abbildung: Ein Molekül (alpha-Methylen-4-nitrostyrol) kann ohne äußere Einwirkung entlang einer Pentaethylenimin-Bahn vor und zurück schreiten. Die eindimensionale Bewegung ist hoch prozessiv (mittlere Schrittzahl 530) und verläuft Schritt für Schritt zwischen benachbarten Amingruppen.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Zement-Hydratation

Zementhydratation

Zement-Hydratation

Erste Sekunden im Leben eines Bauwerkes: Röntgenbeugungsuntersuchungen der Zementhydratation mit Millisekunden-Auflösung.

Abbildung: Höchst dynamische Hydratationsprozesse in den ersten Sekunden bei der Entstehung eines Bauwerkes lassen sich mithilfe von Synchrotron-Röntgenbeugung mit einer sehr hohen Zeitauflösung nachverfolgen.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der Beeinflussung der Bildung erster kristalliner Hydratationsprodukte während des Frühstadiums der Zementhydratation.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Spinon und Orbiton

RIXS Messplatz

Spinon und Orbiton

Physiker beobachten die Aufspaltung eines Elektrons in einem Festkörper.

Abbildung: Forscher am RIXS Messplatz der ADRESS Strahllinie an der SLS beim Einbringen einer Materialprobe in die Messapparatur.

Hier können Materialien mit Hilfe von Röntgenstrahlung mit sehr hoher Präzesion analysiert werden.

[Foto: Scanderbeg Sauer Photography]


Stereoselektive Photokatalyse mit sichtbarem Licht

Cadmiumsulfid

Stereoselektive Photokatalyse mit sichtbarem Licht

Die Natur als Vorbild: Neues Verfahren der chemischen Synthese nutzt sichtbares Licht zur stereoselektiven Alkylierung.

Abbildung: Cadmiumsulfid - Heterogene anorganische Halbleiter und chirale Organokatalysatoren bilden ein gutes Team in der stereoselektiven photokatalytischen Knüpfung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen.

[Foto: Universität Regensburg]


Karamell chemisch charakterisiert

Karamell

Karamell chemisch charakterisiert

Jacobs-Forscher lüften ein süßes Geheimnis: Karamell wurde erstmals chemisch analysiert.

Abbildung: Bisher wussten Chemiker nicht, welche Stoffe sich bei der Herstellung von Karamell bilden. Eine Analyse ergab, dass das süße Lebensmittel Karamell aus mindestens 4000 Stoffen besteht.

[Bildquelle: iStockphoto]


Sauerstoff-Fehlstellen als aktive Zentren

Chemie der Fehlstellen

Sauerstoff-Fehlstellen als aktive Zentren

Was an der Oberfläche von Katalysatoren abläuft: Mit Infrarot-Spektroskopie weisen Wissenschaftler Sauerstoff-Fehlstellen als aktive Zentren nach.

Bild: Die Fehlstellen-Konzentration der Rutiloberflächen sowohl bei Einkristallen als auch bei Pulverpartikeln lässt sich mit Infrarot-Spektroskopie anhand von Kohlenmonoxid als Sondenmolekül bestimmen [Grafiken: Dr. M. Xu, RUB].


Schalenmodell ist bei Berylliumisotopen ungültig

Beryllium-12

Schalenmodell ist bei Berylliumisotopen ungültig

Atomkerne im Laserlicht: Kernphysiker untersuchen magische Schalen und entdecken Widerspruch beim Aufbau von Atomkernen.

Abbildung: Der so genannte Ladungsradius von Beryllium-12 steigt gegenüber dem Isotop Beryllium-11 an, während der Radius der Materieverteilung signifikant abnimmt.

[Bildquelle: Institut für Kernchemie, JGU]


Funktion des Metallbindemoleküls Nicotianamin

Arabidopsis thaliana

Funktion des Metallbindemoleküls Nicotianamin

Nährstoff oder Gift: RUB-Biologen entschlüsseln, wie Pflanzen die Mineralienaufnahme steuern.

Abbildung: Kupfermangel: Arabidopsis thaliana gedeiht auf kupferreichem Nährmedium deutlich besser und entwickelt eine andere Pflanzenarchitektur (links) als nach drei Wochen Kupfermangel (rechts) ...

[Abbildung: Ute Krämer (RUB) und Josef Bergstein (MPI Golm)]


Schmerzstillende Conotoxin-Isomere

Conotoxin PIIIA

Schmerzstillende Conotoxin-Isomere

Bestandteile des Giftes aus marinen Kegelschnecken können in kleinsten Mengen die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen blockieren.

Abbildung: Drei chemisch synthetisierte Isomere von µ-Conotoxin PIIIA mit unterschiedlicher Disulfidkonnektivität blockieren den spannungsgesteuerten Natriumkanal Nav1.4 mit ähnlichen, wenn auch unterscheidbaren Wirkungen.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Monorhaphis chuni: Ein lebendes Klimaarchiv

Glasschwamm

Monorhaphis chuni: Ein lebendes Klimaarchiv

Ein 11.000 Jahre alter Tiefseeschwamm gibt Rückschlüsse auf frühere Umweltänderungen im Meer.

Abbildung: Glasschwamm im mikroskopischen Bild. Die Aufnahme zeigt einen ein Millimeter breiten Querschnitt durch das Skelett von Monorhaphis chuni. Die Lamellen sind während der 11.000 Jahre von innen nach außen gewachsen. Die dabei eingelagerten chemischen Elemente zeigen, dass sich die Wassertemperatur in seiner Umgebung mehrmals deutlich änderte.

[Bildquelle: Werner E. G. Müller, Universitätsmedizin Mainz]


Leuchtende RNA

2'-Azido-RNA

Leuchtende RNA

Forscher haben eine neue chemische Modifikation von RNA-Molekülen erstmals erfolgreich getestet. Das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zweier Arbeitsgruppen im Forschungsschwerpunkt für Molekulare Biowissenschaften (CMBI) der Universität Innsbruck wurde nun im Fachmagazin ACS Chemical Biology veröffentlicht.

Abbildung: Ein Fluoreszenzfarbstoff bringt die modifizierte RNA in der lebenden Zelle zum Leuchten.

[Bildquelle: Uni Innsbruck]


Lösungsmittelfreie lumineszierende organische Flüssigkeiten

Oligo(p-phenylenvinylene)

Lösungsmittelfreie lumineszierende organische Flüssigkeiten

Leuchtend weiß: Forscher entwickeln ungeladene organische Stoffe, die bei Raumtemperatur flüssig sind, leuchten und keine Lösungsmittel benötigen.

Abbildung: Die Abschirmung eines π-Systems durch kovalent angeknüpfte flexible Kohlenwasserstoffketten führt zu blau emittierenden flüssigen Oligo(p-phenylenvinylene) (OPVs) mit einstellbaren Viskositäten und optischen Eigenschaften.

[Quelle: Angewandte Chemie]


Photoaktivierbares Glutathion

Photoaktivierbares Glutathion

Photoaktivierbares Glutathion

Goethe-Logo aus grün leuchtendem Protein: Ein Miniaturbild, das zehn mal auf den Umfang eines Haars passt, haben Biochemiker der Goethe-Universität aus licht-aktivierbaren Molekülen aufgebaut, die an grün fluoreszierende Proteine binden; als 'Stift' dient ein Laser.

Abbildung: Dieser Goethe-Kopf aus dem Logo der Goethe-Universität, bestehend aus grün fluoreszierenden Molekül-Protein-Verbindungen, ist nur 25 Mikrometer breit. Er passt etwa zehn mal auf den Umfang eines menschlichen Haars.

[Quelle: Angewandte Chemie, V. Gatterdam]


Sternförmige Riesenmoleküle mit magnetischem Kern

PDMAEMA Molekül

Sternförmige Riesenmoleküle mit magnetischem Kern

PDMAEMA-Sterne als Premium-Vektoren für die Life Sciences: Magnetische Nanopartikel.

Abbildung: Schematische Darstellung der neuen magnetischen Vektoren: An einem kristallinen Eisenoxid-Kern hängen Arme aus PDMAEMA, die in alle Richtungen zeigen und dem Nanopartikel ein sternförmiges Aussehen geben.

Die Abkürzung "PDMAEMA" steht für Poly(2-(dimethylamino)ethylmethacrylat).

[Grafik: Lehrstuhl für Bioprozesstechnik, Universität Bayreuth]


Denitrierung von Wasser mit bimetallischen Katalysatoren

Bimetallischer Katalysator

Denitrierung von Wasser mit bimetallischen Katalysatoren

Katalysatoren aus zwei verschiedenen Metallen können helfen, schädliche Nitrate im Trinkwasser abzubauen. Durch Forschungen an der TU Wien kann dieser Prozess nun erstmals im Detail verstanden werden.

Abbildung:

Ein Katalysator aus zwei verschiedenen Metalle sorgt für sauberes Wasser.

[Bildquelle: F. Aigner / TU Wien]


Neue Methode zur Erkennung chiraler Moleküle

Zirkulardichroismus-Effekt

Neue Methode zur Erkennung chiraler Moleküle

Physikern der Uni Kassel ist es erstmals mit Hilfe von Laserpulsen gelungen, chirale Moleküle mit hoher Empfindlichkeit nachzuweisen. Die neue Technik besitzt ein erhebliches Anwendungspotenzial in der Chemie- und Pharmaforschung.

Abbildung: Ein Zirkulardichroismus-Effekt im Bereich von +/- 10 % an zufällig orientierten chiralen Molekülen in der Gasphase stammt aus Abbildungen von Photoelektronen-Winkelverteilungen, die über resonanzverstärkte Multiphoton-Ionisation erzeugt wurden.

Bisher konnte der Effekt nur an Synchrotronanlagen beobachtet werden, doch nun gelingt dies auch unter Verwendung eines kompakten Lasersystems.

[Bildquelle: Angewandte Chemie, DOI 10.1002/ange.201109035]


Isopren-Oxidation sorgt für saubere Luft im Regenwald

Hydroxyl-Recycling-Effizienz

Isopren-Oxidation sorgt für saubere Luft im Regenwald

Ein Katalysator für saubere Luft: Der Pflanzenduft Isopren puffert die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre.

Abbildung: Eine Weltkarte der modellierten Hydroxyl-Recycling-Effizienz während des Tages.

Orange und gelbe Flächen zeigen eine hohe Recycling-Effizienz wie zum Beispiel über dem Amazonas Regenwald.

[Bildquelle: Domenico Taraborrelli / MPI für Chemie]


Isotopenverdünnte oberverflächenverstärkte Ramanspektroskopie

SERS-Messung an einem Kreatinin-Isotopologengemisch

Isotopenverdünnte oberverflächenverstärkte Ramanspektroskopie

Wenn Moleküle Fingerabdrücke hinterlassen: Neues optisches Primärverfahren für die klinische Chemie bei internationaler Vergleichsmessung erfolgreich getestet.

Abbildung:

SERS-Messung an einem Kreatinin-Isotopologengemisch und Teilspektren von natürlichem (blau) und isotopenmarkiertem (rot) Kreatinin. Der Artikel berichtet über den Test einer als IDSERS bezeichneten neuen Methode, die sich nach Eignung und Leistungsfähigkeit als primärers Verhältnisverfahren für die Metrologie in der Chemie erwiesen hat.

[Bildquelle: PTB]


Schwarzes Arsen

Schwarzes Arsen

Schwarzes Arsen

Synthese und Identifizierung metastabiler Verbindungen.

Grafik: Alle metastabilen und stabilen Phasen konnten mithilfe einer Kombination aus quantenchemischen Rechnungen und Untersuchungen zur Phasenbildung für die feste Lösung Arsen/Phosphor identifiziert werden; ferner wurden Reaktionspfade zur Phasenbildung und -umwandlung in situ bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass orthorhombisches, schwarzes Arsen (o-As), offensichtlich in reiner Form metastabil ist und vermutlich bisher nur durch Fremdatome stabilisiert erhalten werden konnte.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Biologische Mesokristalle

Seeigel Mesokristall

Biologische Mesokristalle

Geniales Bauprinzip der Natur: Internationale Forschergruppe um Wissenschaftler der Universität Konstanz belegt die Existenz von Mesokristallen erstmals in natürlicher Erscheinungsform.

Abbildung: Rasterelektronenmikroskopieaufnahme eines Seeigelstachels, an dessen Struktur erstmals Mesokristalle in einer biologischen Erscheinungsform belegt wurden: Nur als Mesokristall kann der Seeigelstachel sowohl die Eigenschaften der Calcitnanokristalle als auch der dünnen ungeordneten Kalkschicht haben.

[Quelle/Copyright: Dr. Marina Krumova, Universität Konstanz, AG Prof. Cölfen]


Wellenfunktion mit Quantenkamera visualisiert

Bevorzugte Aufenthaltsorte von Protonen im einfach ionisierten Wasserstoffmolekül

Wellenfunktion mit Quantenkamera visualisiert

Elektronen springen in ionisiertem Wasserstoff zwischen verschiedenen angeregten Zuständen hin und her. Das in der Theorie bereits bekannte Phänomen haben Physiker nun mit einer 'Quanten-Kamera' sichtbar gemacht.

Abbildung: Bevorzugte Aufenthaltsorte von Protonen im einfach ionisierten Wasserstoffmolekül (gelb markiert die höchste Wahrscheinlichkeit). Die Messpunkte liegen genau in den Bergen der theoretisch berechneten Wellenfunktion (grün). Je höher die Energie der Anregungszustände ist, desto mehr bevorzugte Orte gibt es. Genau dazwischen sind die Protonen allerdings nie anzutreffen.

[Bild: Lothar Schmidt]


Hyperstöchiometrie

Hyperstöchiometrie

Hyperstöchiometrie

Silbrige Zwerge auf Quecksilberfang: Hyperstöchiometrische Reaktion zwischen Quecksilberionen und Silbernanopartikeln.

Bild: Sobald der Durchmesser von Silberpartikeln unter eine kritische Größe von 32 nm gesenkt wird, steigt das Molverhältnis von wässrigem HgII zu Ag0 über das konventionelle Hg/Ag-Verhältnis von 0.5:1 drastisch an, bis hin zu einer Hyperstöchiometrie von 1.125:1. In der entstehenden Phase bleiben ungefähr 99 % des ursprünglichen Silbers erhalten und bilden ein festes Amalgam mit verringertem Quecksilbergehalt.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Ein molekularer Teppich aus flächigen Polymeren

Flächige Polymere

Ein molekularer Teppich aus flächigen Polymeren

Neue Art von Kunststoff: Für eine kleine Sensation in der Synthese-Chemie sorgen Wissenschaftler unter Leitung der ETH Zürich. Erstmals ist es gelungen, flächige Polymere herzustellen, die regelmässig angeordnet eine Art „molekularen Teppich“ im Nanometermassstab bilden.

Abbildung: Schematische Darstellung eines linearen kettenförmigen Polymers (blaue Kästchen) und eines zweidimensionalen Polymers, bei dem sich die Monomere flächig anordnen (orange Dreiecke).

[Bildquelle: Forschungsgruppe Schlüter / ETH Zürich]


N-Acetylneuraminsäure aus Krabbenschalen

Chitinpanzer einer Krabbe

N-Acetylneuraminsäure aus Krabbenschalen

An der TU Wien wurden Pilze mit zusätzlichen Fremd-Genen erzeugt: Sie produzieren nun pharmakologische Substanzen aus Krabbenschalen.

Abbildung: Aus dem Chitin-Panzer von Krustentieren können Trichoderma-Pilze wichtige Chemikalien für die Arzneimittelerzeugung herstellen, wie in diesem Beispiel eine Grundsubstanz zur Synthese von Virostatika.

[Bildquelle: TU Wien / Creative Commons: Hans Hillewaert. Lizenz: CC 3.0]


Synthese von makroporösem Polystyrolschaum

Makroporöses Polystyrol

Synthese von makroporösem Polystyrolschaum

Schaumschlägerei: Synthese von makroporösem Polystyrol durch Polymerisation geschäumter Emulsionen.

Abbildung: Eine ideale Schablone zur Herstellung von makroporösem Polystyrol sind geschäumte Öl-in-Wasser Emulsionen aus Styrol, Wasser, Glycerin und Natriumdodecylsulfat, die unter Zusatz eines Photoinitiators mit UV-Licht polymerisiert werden.

Die Schaumstruktur der Vorstufe wird direkt in das Polymer übertragen, und die erhaltenen Materialien weisen dicht gepackte Zellen mit Fenstern zwischen benachbarten Poren auf (REM-Aufnahme; Skalierung 250 µm).

[Quelle: Angewandte Chemie]


Matrjoschka-Moleküle

Metallcluster Matrjoschka

Matrjoschka-Moleküle

Hocheffiziente Katalysatoren und Nanoröhrchen mit ungewöhnlicher Symmetrie.

Abbildung: Metallcluster, aufgebaut wie eine russische Matrjoschka - Nahezu fünfzählige Symmetrie liegt in den bronzeartigen, durch Na-Atome separierten Kupfer-Zinn-Stäben von Na2.8Cu5Sn5.6 vor. Die Stäbe werden mit [Sn@Cu12@Sn20]12--Clustern, die in A12Cu12Sn21-Phasen (A=Na–Cs) gefunden wurden, verglichen, und in Analogie zu den Zintl-Phasen der p-Blockmetalle wird für diese polaren intermetallischen Phasen mit hohem d-Block-Metallanteil eine salzartige Beschreibung verwendet.

[Foto: TUM]


Giftige Aminosäuren

Trogia venenata

Giftige Aminosäuren

Chinesischer Todespilz: Aminosäuren als Ursache für Todesfälle im chinesischen Yunnan entlarvt.

Abbildung: Die beiden ungewöhnlichen Aminosäuren 2R-Amino-4S-hydroxy-5-hexinsäure und 2R-Amino-5-hexinsäure wurden aus Fruchtkörpern des Pilzes Trogia venenata isoliert.

[Quelle: Angewandte Chemie]


Sauerstoff als Isolator, Halbleiter und Metall

Halbleiter Sauerstoff

Sauerstoff als Isolator, Halbleiter und Metall

Sauerstoff-Molekül überlebt enorm hohe Drücke: RUB-Forscher berechnet Stabilitätskriterien und Strukturen von festem Sauerstoff.

Abbildung: Strukturen von festem Sauerstoff bei hohem Druck: Bei 1,9 TPa polymerisiert Sauerstoff und nimmt eine quadratisch-spiralförmige Struktur an, die ein Halbleiter ist.

Steigt der Druck weiter, zeigt das Polymer metallische Eigenschaften ...

[Abbildung: Jian Sun]


Elektronen auf Planetenbahnen

Trojaner im Atomformat

Elektronen auf Planetenbahnen

Berechnungen der TU Wien erfolgreich im Experiment umgesetzt: Ahnlich wie der Planet Jupiter Asteroiden auf stabilen Bahnen hält, lassen sich Elektronen in Kalium-Atomen durch elektromagnetische Felder stabilisieren.

Abbildung: Das Bohrsche Atommodell geht von Atomen aus, die ähnlich wie ein Planet um den Atomkern kreisen. Durch technische Tricks wird das Elektron (grün) über lange Zeit zusammengehalten, ohne sich über die ganze Kreisbahn zu verteilen.

[Copyright: TU Wien]


Iridiumkomplexe als neuartige Lichtquelle

Phenylisochinolinato Iridiumkomplex

Iridiumkomplexe als neuartige Lichtquelle

Winzige Bauelemente, die einzelne Lichtteilchen abgeben können, sind für verschiedene technische Neuerungen wichtig. Bei der Herstellung solcher Strukturen ist Physikern von den Universitäten Würzburg, Stuttgart und Ulm ein entscheidender Fortschritt gelungen.

Abbildung: Chemische Struktur des Iridium-basierten Moleküls - ein Tris(1-phenylisochinolinato)iridium(III)-Komplex -, das die Wissenschaftler zur Erzeugung einzelner Photonen eingesetzt haben.

[Bild: Physikalisches Institut Uni Würzburg]


Schwefel-Chemie explodierender Sterne

Siliziumkarbid-Korn aus dem Meteoriten Murchison

Schwefel-Chemie explodierender Sterne

Meteorit birgt Hinweise für die Bildung von Schwefelmolekülen in den Überresten einer Supernova.

Abbildung: Sternenstaub aus einer Supernova - Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt ein Siliziumkarbid-Korn aus dem Meteoriten Murchison. Das im Durchmesser knapp einen Mikrometer große Staubteilchen stammt aus einer Supernova, wie eine Analyse von Isotopen ergeben hat.

[Bildquelle: Peter Hoppe, MPI für Chemie]


Arktische Temperaturen verstärken Ozonabbau

Ozonabbau 2011

Arktische Temperaturen verstärken Ozonabbau

Ungewöhnlich kalte Temperaturen verursachten im Winter 2010/2011 die bislang massivste Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis.

Abbildung: März 2011 - stark verringerte Ozonwerte (links, dunkelblau) und deutlich erhöhte Konzentration von Chlormonoxid (rechts, rot), das direkt am Ozonabbau beteiligt ist.

[Bildquelle: IMK-ASF, KIT]


Kontinuierliche Artemisinin-Synthese

Artemisinin Synthese

Kontinuierliche Artemisinin-Synthese

Mit Sauerstoff und Licht zu einem Wirkstoff gegen Malaria.

Abbildung: Ein neuer, kontinuierlicher Prozess wandelt Dihydroartemisininsäure in Artemisinin um. Mit diesem kostengünstigen und skalierbaren Prozess kann ein ständiges Angebot an Artemisinin gewährleistet werden.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Elektroauflösung von Platin

Elektroauflösung von Platin

Elektroauflösung von Platin

Recycling von Platin durch elektrochemische Auflösung in einer ionischen Flüssigkeit.

Abbildung: Eine nichtkorrosive, basische ionische Flüssigkeit wurde als Lösungsmittelsystem für die Elektroauflösung von Platin entwickelt. Das Metall löst sich enorm rasch auf, und die einfache Rückgewinnung von reinem Platin und von Platinlegierungen aus der gleichen Lösung benötigt keine zusätzliche Behandlung der Lösung oder einen Solvensaustausch.

[Quelle: Angewandte Chemie]


Schwingungsspektrum von Triwasserstoff vermessen

Laserspektroskopie von dreiatomigen Wasserstoffionen

Schwingungsspektrum von Triwasserstoff vermessen

Das mehratomige Schlüsselion der Chemie im Universum entschleiert.

Abbildung: Laserspektroskopie von dreiatomigen Wasserstoffionen wird am MPI für Kernphysik bei etwa -210°C in dieser kryogenen Ionenfalle durchgeführt, einem 22-poligen Ionenkäfig, weiterentwickelt aus der ursprünglichen Konstruktion von D. Gerlich an der Universität Freiburg.

[Foto: MPIK, O. Novotný]


2D-Borsäure-Netzwerke

Borsäure-Netzwerk

2D-Borsäure-Netzwerke

Die Kunst des molekularen Teppichknüpfens: Synthese geordneter metallorganischer Monoschichten.

Die Abbildung zeigt eine Rasterelektronen-Aufnahme eines Netzwerks aus Borsäure-Molekülen.

Forscher haben einen Weg gefunden, einen Molekülteppich mit stabilen kovalenten Bindungen ohne größere Webfehler herzustellen. Die Methode beruht auf einer Verknüpfungsreaktion, die aus einzelnen Boronsäure-Molekülen einen molekularen Teppich entstehen lässt.

[Bildquelle: TU München]


Bioelektronische Energieumwandlung

Bioelektronischer Stromerzeuger

Bioelektronische Energieumwandlung

Bestrahlen statt Batterie wechseln: Lichtbetriebener implantierbarer Stromerzeuger für bioelektronische Geräte.

Abbildung: Ein Bauelement aus Kohlenstoffnanoröhren, die von Poly(3-hexylthiophen) umhüllt und in Polydimethylsiloxan-Blättchen dispergiert sind, konvertiert Laserlicht effizient in thermische Energie und nachfolgend in Elektrizität.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Benzotriazole in der Nordsee

Benzotriazole

Benzotriazole in der Nordsee

Erstmals wurde die als Frostschutzmittel verwendete umweltgefährliche Chemikalie Benzotriazol in der Nordsee wissenschaftlich nachgewiesen.

Abbildung: Benzotriazol, 4-Methyl- und 5-Methyl-benzotriazol dienen als Korrosionsschutzmittel in technischen Produkten sowie als Enteisungsmittel.


Mechanismus UV-induzierter DNA-Dewar-Schäden aufgeklärt

Bildungsmechanismus Dewar-Schäden

Mechanismus UV-induzierter DNA-Dewar-Schäden aufgeklärt

Wenn DNA Rückgrat zeigt: Eine interdisziplinäre Forschergruppe aus den Bereichen Chemie, Physik und Theorie ermöglichte es, die photochemische Dewar-Bildung erstmals auf atomarer Ebene direkt zu verfolgen.

Abbildung: Der Mechanismus der Bildung des Dewar-Schadens (siehe Schema) wurde mit Femtosekunden-IR-Spektroskopie und Ab-initio-Rechnungen des angeregten Zustands untersucht.

[Quelle: Angewandte Chemie]


Ladungstrennung trotz Symmetrie

Ladungstrennung in homonuklearen Molekülen

Ladungstrennung trotz Symmetrie

Physiker des 5. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart erbringen den ersten experimentellen Nachweis eines Moleküls aus zwei gleichen Atomen, das trotz hoher Symmetrie eine räumliche Ladungstrennung aufweist.

Abbildung: Molekül aus zwei gleichen Atomen, das trotz hoher Symmetrie eine räumliche Ladungstrennung aufweist. Diese Beobachtung widerspricht der klassischen Lehrbuchmeinung, wie sie in vielen Physik- und Chemielehrbüchern beschrieben wird. Der von den Stuttgartern erbrachte Nachweis verbessert nicht nur das Verständnis von polaren Molekülen. Zukünftig könnten mit ultrakalten polaren Molekülen auch chemische Reaktionen einzelner Moleküle studiert und kontrolliert werden.

[Quelle: Universität Stuttgart]


N-Hydroxyharnstoffe als Proteasom-Inhibitoren

N-Hydroxyharnstoffe

N-Hydroxyharnstoffe als Proteasom-Inhibitoren

Die Grundstruktur einer neuen Wirkstoffklasse greift in besonderer Weise das Proteasom an und zeigt damit einen Weg zur Entwicklung neuartiger Medikamente.


Kern des Eisen-Molybdän-Cofaktors identifiziert

Eisen-Molybdän-Cofaktor

Kern des Eisen-Molybdän-Cofaktors identifiziert

Biologisches Vorbild für industriellen Dünger: Forscherteam identifiziert Kern des Eisen-Molybdän-Cofaktors.

Abbildung: Im Enzym Nitrogenase befindet sich der Eisen-Molybdän-Cofaktor. Das Atom in dessen Zentrum konnte als Kohlenstoff identifiziert werden.

[Bildquelle: Universität Freiburg]


Pyrrolysin-Biosynthese

Pyrrolysin Biosynthese

Pyrrolysin-Biosynthese

Herstellung von Pyrrolysin, der zweiundzwanzigsten Aminosäure.

Abbildung: Mit einer Isomerisierung von Lysin zu Methylornithin, katalysiert von PylB, beginnt der Biosyntheseweg der kürzlich entdeckten 22. Aminosäure Pyrrolysin.

Die Röntgenstrukturanalyse von PylB zeigt, dass das Protein eine TIM-Barrel-Faltung aufweist. Die Reaktionskammer ist abgeschlossen und enthält einen [4Fe-4S]-Cluster, SAM und das Reaktionsprodukt, dessen 2R,3R-Konfiguration gezeigt wurde.

Die Daten stützen einen Fragmentierungs-Rekombinations-Mechanismus über ein Glycylradikal-Intermediat.

[Bildquelle: Angewandte Chemie]


Metallischer Wasserstoff

Diamantamboss

Metallischer Wasserstoff

Hoher Druck macht Wasserstoff metallisch: Bei 2,7 Megabar leitet das leichteste Element Strom und wird möglicherweise zu einer Quantenflüssigkeit, so dass es ohne Reibung fließt.

Abbildung: Der Diamantamboss - das Herzstück der Anlage, in der in einer kleinen Kammer extrem hohe Drücke zwischen zwei Diamantenspitzen entstehen.

[Foto: MPI für Chemie]


Stevia-Süßstoffe jetzt EU-weit erlaubt

Steviol

Stevia-Süßstoffe jetzt EU-weit erlaubt

Vielfach süßer als Zucker, natürlich gewachsen und komplett kalorienfrei: Ab dem 3. Dezember 2011 ist der Süßstoff aus der Süßpflanze Stevia legal in Europa zugelassen. Der Stevia-Forscher Dr. Udo Kienle begrüßt die Teilzulassung und sieht darin einen ausbaufähigen Schritt für den Verbraucher.

Abbildung: Die Strukturformel zeigt Steviol, das Aglykon der Steviolglykoside, die aus dem Süßkraut Stevia rebaudiana gewonnen werden.

Mit den Vorgaben der EU können ab Dezember 2011 maximal 30 Prozent des Zuckers ersetzt werden.


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