Trockeneis
Vom Labor bis zur Logistik
Trockeneis ist in Industrie und Gewerbe ein unverzichtbarer Energieträger für Kühlung und Reinigung.
Dank seiner extremen Temperatur von -78,5 °C und der Eigenschaft, rückstandsfrei zu sublimieren, sichert festes Kohlendioxid unterbrechungsfreie Kühlketten in der Pharma- und Lebensmittel-Logistik. Zudem revolutioniert es als materialschonendes Strahlmedium die industrielle Oberflächenreinigung und dient in Laboren zum blitzschnellen Schockfrosten.
Wo immer dieser vielseitige Stoff gelagert, umgefüllt oder verarbeitet wird, definieren unsere spezialisierten Arbeits- und Lagerplätze den Standard für kompromisslosen Arbeitsschutz.
Die unaufhaltsame Sublimation:
Selbst in stark isolierten Thermo- oder Styroporboxen sublimiert Trockeneis kontinuierlich (ca. 2 bis 10 % des Gewichts pro 24 Stunden).Das Risiko des Druckaufbaus:
Da gedämmte Boxen den Prozess zwar verlangsamen, aber niemals ganz stoppen können, darf Trockeneis niemals luftdicht verschlossen gelagert werden – die Boxen könnten durch den Gasdruck bersten.Die Notwendigkeit von Absaugungen:
Sobald gedämmte Trockeneis-Boxen im Innenraum oder an Arbeitsplätzen geöffnet werden, quillt das konzentrierte CO₂ heraus. Genau an dieser Schnittstelle greifen unsere lufttechnisch abgesaugten Arbeitsplätze, um das austretende Gas sofort unschädlich zu entfernen.
Sicherer Umgang mit Trockeneis: Risiken minimieren, Vorschriften erfüllen
Trockeneis (festes Kohlendioxid, (CO2) ist in vielen Branchen ein unverzichtbares Kühl- und Reinigungsmittel, birgt jedoch in geschlossenen Räumen erhebliche Gefahren für die Gesundheit.
Da Trockeneis bei Raumtemperatur sublimiert – also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht –, dehnt sich sein Volumen um das rund 760-Fache aus. Ohne fachgerechte Absaugung verdrängt das unsichtbare, geruchlose Gas den Luftsauerstoff im Raum. Dies führt schleichend zu Kopfschmerzen und Schwindel, in höheren Konzentrationen rasch zu Erstickung und Lebensgefahr. Neben der Erstickungsgefahr drohen bei direktem Hautkontakt extreme Kälteverbrennungen (ca. \(-78,5 ^\circ C\)).
Geltende Normen und Unfallverhütungsvorschriften (UVV)
Der Gesetzgeber stellt daher strenge Anforderungen an den Arbeitsschutz. Beim Umgang und der Lagerung von Trockeneis in Innenräumen müssen Betriebe insbesondere folgende Regelwerke zwingend beachten:
TRGS 900 (Technische Regeln für Gefahrstoffe):
Sie legt den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Kohlendioxid streng fest. Dieser liegt im zeitlich gewichteten Mittel bei maximal 5.000 ppm (9.100 mg/m3).DGUV Regel 113-004 (Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen):
Sie regelt die Schutzmaßnahmen gegen Gase und Sauerstoffmangel.DGUV Information 213-056 (Gaswarneinrichtungen für den Einsatz auf Arbeitsplätzen):
Sie schreibt unter bestimmten Bedingungen den Einsatz von \(CO_{2}\)-Warnanlagen vor.Gefahrstoffverordnung (GefStoffV):
Verpflichtet Arbeitgeber zu einer lückenlosen Gefährdungsbeurteilung und zur Umsetzung des STOP-Prinzips (Substitution, Technische, Organisatorische und Persönliche Schutzmaßnahmen). Technische Absaugungen stehen dabei gesetzlich immer vor organisatorischen Maßnahmen oder PSA.
Unsere lufttechnisch abgesaugten Lager- und Arbeitsplätze wurden speziell entwickelt, um diese gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Sie führen freiwerdendes CO2 direkt am Entstehungspunkt zuverlässig ab und garantieren so maximalen Mitarbeiterschutz zu jedem Zeitpunkt.








